Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fordert bei einem Scheitern der schwarz-gelben Koalition Neuwahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) solle in diesem Fall die Reißleine ziehen, sagte der SPD-Politiker dem "Stern" laut einem Vorabbericht von Mittwoch. Eine Große Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode sei keine Alternative.
Steinbrück fordert Neuwahlen bei Scheitern von Schwarz-Gelb
Berlin (dapd). Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fordert bei einem Scheitern der schwarz-gelben Koalition Neuwahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) solle in diesem Fall die Reißleine ziehen, sagte der SPD-Politiker dem "Stern" laut einem Vorabbericht von Mittwoch. Eine Große Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode sei keine Alternative. "Die SPD sollte dann für Neuwahlen sein - und kein sinkendes Schiff betreten und in eine Notkoalition einsteigen", sagte Steinbrück weiter. In einer Mitgliederbefragung solle der nächste SPD-Kanzlerkandidat bestimmt werden.
Kritisch äußerte sich der Sozialdemokrat zur Arbeitsweise Merkels. "Ich bin enttäuscht von ihrem Krisenmanagement", sagte Steinbrück. Merkel stecke in einer "veritablen Führungskrise" und habe "ihren Zenit überschritten".
dapd
