Der Karlsruher Stromkonzern EnBW prüft einen Verkauf von Anteilen seines Hochspannungsnetzes. "Wir überlegen, uns zu öffnen, was das Thema Netze angeht. Dabei denken wir beispielsweise an Infrastrukturfonds", sagte Vorstandschef Hans-Peter Villis der "Financial Times Deutschland".
EnBW will Hochspannungsnetz teilweise verkaufen
Hamburg (dapd). Der Karlsruher Stromkonzern EnBW prüft einen Verkauf von Anteilen seines Hochspannungsnetzes. "Wir überlegen, uns zu öffnen, was das Thema Netze angeht. Dabei denken wir beispielsweise an Infrastrukturfonds", sagte Vorstandschef Hans-Peter Villis der "Financial Times Deutschland".
Die Mehrheit der Tochter EnBW Transportnetze bleibe auf jeden Fall bei EnBW, sagte er. "Finale Entscheidungen" dazu seien noch nicht getroffen worden, betonte Villis.
Kommt es zum Teilverkauf, kann er laut Zeitung mit einem Erlös in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Investoren hätten bisher für je Tausend Kilometer Netz etwa 100 Millionen Euro gezahlt. Das EnBW-Netz ist mit 3.644 Kilometern Länge das kleinste der vier deutschen Hochspannungsnetze.
Die Konzerne E.on und Vattenfall haben ihre Hochspannungsnetze bereits komplett verkauft. RWE gibt dem Bericht zufolge voraussichtlich in den nächsten Tagen den Verkauf von 75 Prozent der Netztochter Amprion an eine Gruppe von Finanzinvestoren um die Commerzbank-Tochter Commerz Real bekannt.
dapd
