Die Forderung einiger Landesinnenminister nach einem Verbot sogenannter Facebook-Partys stößt in den Bundestagsfraktionen von Union und SPD auf Kritik. "Allein die Tatsache, das es am Rande solcher Partys zu Ausschreitungen kommen kann, rechtfertigt ein grundsätzliches Verbot nicht“", sagte der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses Wolfgang Bosbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe).
Bosbach und Wiefelspütz gegen generelles Verbot von Facebook-Partys
Köln (dapd). Die Forderung einiger Landesinnenminister nach einem Verbot sogenannter Facebook-Partys stößt in den Bundestagsfraktionen von Union und SPD auf Kritik. "Allein die Tatsache, das es am Rande solcher Partys zu Ausschreitungen kommen kann, rechtfertigt ein grundsätzliches Verbot nicht", sagte der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses Wolfgang Bosbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe).
Der CDU-Politiker stellte sich damit gegen seinen Parteifreund, Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann, der in der "Welt am Sonntag" ein Verbot "im Vorweg" gefordert hatte, "wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet wird".
Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte: "Ein generelles Verbot ist viel zu undifferenziert." Vielmehr sollten die meist jungen Menschen über die Gefahren und möglichen Folgekosten unkontrollierbarer Party-Veranstaltungen aufgeklärt werden.
dapd