Die Kritik von Bundespräsident Christian Wulff am Vorgehen von Union und FDP bei der Energiewende stößt in der schwarz-gelben Regierungskoalition zunehmend auf Unverständnis.
Koalitionspolitiker weisen Wulffs Kritik an Energiewende zurück
Hamburg (dapd). Die Kritik von Bundespräsident Christian Wulff am Vorgehen von Union und FDP bei der Energiewende stößt in der schwarz-gelben Regierungskoalition zunehmend auf Unverständnis. "Die FDP hat den demokratischen Meinungsbildungsprozess, den der Bundespräsident anmahnt, bereits vollzogen", sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe). Die FDP habe sich auf ihrem Parteitag in Rostock intensiv mit der Energiewende beschäftigt. "Wir haben uns sehr viel Zeit genommen, um den Atomausstieg zu diskutieren und darüber als Partei zu entscheiden."
Unionsfraktionschef Volker Kauder betonte: "Ich glaube, es hat noch nie eine so breite politische Debatte in so kurzer Zeit gegeben wie zur Neuformulierung des Energiekonzepts."
Wulff hatte angemahnt, ähnlich wie bei den Grünen hätten Parteitage von Union und FDP über den Atomausstieg entscheiden müssen.
dapd
