Daimler-Chef Dieter Zetsche befürchtet durch den vom Bundestag beschlossenen Atomausstieg negative Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und für die Arbeitsplätze.
Daimler-Chef hält Energiewende für fahrlässig
Berlin (dapd). Daimler-Chef Dieter Zetsche befürchtet durch den vom Bundestag beschlossenen Atomausstieg negative Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und für die Arbeitsplätze. "Die Herstellung von Produkten mit höchstem Energiebedarf wie Carbonfasern oder Aluminium ist aus Kostengründen schon heute in Deutschland kaum noch möglich. Die Frage ist, ob künftig auch Produkte, die weniger energieintensiv sind, verlagert werden müssen", sagte Zetsche der "Bild am Sonntag". Er betonte die zentrale Bedeutung von Energiekosten für Investitionen.
Die Energiewende der Bundesregierung hält Zetsche für fahrlässig: "Der Bundestag hat in dieser Woche die Energiewende beschlossen, ohne dass die Folgewirkungen wirklich bekannt sind. In einem Unternehmen wie Daimler würde über eine solche Weichenstellung nur in voller Kenntnis der Alternativen entschieden werden. Sonst können wir keine fundierte Entscheidung treffen. Das habe ich beim Thema Energiewende aber noch nicht gesehen. Es ist nicht auszuschließen, dass es funktioniert, wir wissen es aber noch nicht wirklich."
dapd
