Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sieht die Parteireformpläne der SPD-Spitze zum Teil mit Skepsis. "Ich bin nicht dafür, dass Nichtmitglieder über Personalfragen mitentscheiden", sagte Steinbrück nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) am Donnerstagabend bei einem Vortrag an der Universität Greifswald.
Zeitung: Steinbrück bewertet SPD-Reformpläne skeptisch
Berlin (dapd). Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sieht die Parteireformpläne der SPD-Spitze zum Teil mit Skepsis. "Ich bin nicht dafür, dass Nichtmitglieder über Personalfragen mitentscheiden", sagte Steinbrück nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) am Donnerstagabend bei einem Vortrag an der Universität Greifswald.
Eine solche Beteiligung sei "missbrauchsanfällig". Nichtmitglieder sollten in derlei Fragen allenfalls um eine "Bewertung" oder "Präferenz" gebeten werden; entscheiden aber sollten sie nicht.
Zu einer Übernahme der Kanzlerkandidatur für seine Partei sagte der SPD-Politiker: "Was diese Personalien angeht, wird sich das irgendwann zurecht rütteln." Zugleich ging Steinbrück mit der SPD ins Gericht: "Es gibt eine Funktionärsebene, die sich anmaßt, die Basis zu sein, obwohl sie es nicht ist. Zumindest in meiner Partei."
dapd
