"Aber ich finde, man muss rechtzeitig loslassen können" Unterfränkischer CSU-Chef Glos legt mit Wehmut sein Amt nieder

Der langjährige unterfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Michael Glos legt sein Amt mit gemischten Gefühlen nieder. "Natürlich ist leichte Wehmut dabei. Aber ich finde, man muss rechtzeitig loslassen können", kommentierte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister die Stabübergabe an den bayerischen Innenstaatssekretär Gerhard Eck am Samstag in Waigolshausen (Landkreis Schweinfurt).

Michael Glos hat rund 40 Jahre in der Politik verbracht. Nächstes Jahr zieht er sich zurück. - © dapd

Unterfränkischer CSU-Chef Glos legt mit Wehmut sein Amt nieder

Prichsenstadt (dapd-bay). Der langjährige unterfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Michael Glos legt sein Amt mit gemischten Gefühlen nieder. "Natürlich ist leichte Wehmut dabei. Aber ich finde, man muss rechtzeitig loslassen können", kommentierte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister die Stabübergabe an den bayerischen Innenstaatssekretär Gerhard Eck am Samstag in Waigolshausen (Landkreis Schweinfurt).

Eck sei der "Unumstrittenste" aller möglichen Nachfolgekandidaten gewesen. Eine erneute Kandidatur für den Bundestag ließ Glos indes offen: "Die Entscheidung werde ich treffen, wenn es soweit ist", sagte er im dapd-Interview.

Der 66-Jährige zeigte sich überzeugt, dass die innerhalb der CSU geforderte Frauenquote von 40 Prozent in allen Führungsämtern ohne Probleme erreicht wird. Es gebe ein "sehr gutes natürliches Angebot an sehr qualifizierten Frauen" in der unterfränkischen CSU. Er habe schon in der Zeit als Kreisvorsitzender in Kitzingen zwischen 1975 und 1993 durchgesetzt, dass 20 Prozent der Kreistagsliste mit Frauen besetzt werden. "Wenn es überall so gelaufen wäre wie in Unterfranken, hätte es der Quote nicht bedurft." Voraussichtlich werde neben der Europaabgeordneten Anja Weisgerber mit der stellvertretenden Generalsekretärin Dorothee Bär eine weitere Frau in den Kreis der Stellvertreter gewählt.

dapd