Er selbst steht "für das Projekt einer pluralistischen Partei" Ramelow besorgt über "dogmatische Strömungen" in der Linken

Der Vorsitzende der Linksfraktion im thüringischen Landtag, Bodo Ramelow, ist besorgt über den Zustand seiner Partei. Wolle die Linke eine Zukunft haben, dann "muss sie mehr sein als eine Aneinanderreihung dogmatischer Strömungen", sagte Ramelow der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe).

Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow könnte bald Ministerpräsident von Thüringen werden. Das hängt aber davon ab, ob sich die SPD für ein rot-rot-grünes Bündnis entscheidet. - © Foto: oH

Ramelow besorgt über "dogmatische Strömungen" in der Linken

Berlin (dapd). Der Vorsitzende der Linksfraktion im thüringischen Landtag, Bodo Ramelow, ist besorgt über den Zustand seiner Partei. Wolle die Linke eine Zukunft haben, dann "muss sie mehr sein als eine Aneinanderreihung dogmatischer Strömungen", sagte Ramelow der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe). Er kritisierte angesichts der andauernden Auseinandersetzungen in der Linkspartei allgemein führende Funktionäre: "Wenn man selbst keine Idee hat, wie man den Alltag verändern will, helfen Maul-halten-Parolen gegenüber anderen nicht weiter."

Er selbst stehe "für das Projekt einer pluralistischen Partei", sagte Ramelow. Dazu müsse man aber "von innen her Meinungen zulassen" und die dafür notwendige "emotionale Atmosphäre" schaffen.

dapd