Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat den Einstieg in das Recycling ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien aus Autos in Aussicht gestellt.
Bosch will Recycling ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien übernehmen
Köln (dapd). Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat den Einstieg in das Recycling ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien aus Autos in Aussicht gestellt. "In den weltweit 15.000 Bosch-Werkstätten könnten ausgediente Lithium-Ionen-Batterien ausgetauscht und recycelt werden. Das können wir tun", sagte Peter Tyroller aus der Bosch-Geschäftsführung am Donnerstag in Köln auf dem Jahreskongress der Fachzeitschrift "Automotive News Europe".
Tyroller fügte hinzu, Bosch sei "in einem frühen Stadium" der Erforschung von Wiederverwertungsmöglichkeiten der kommenden Auto-Antriebszellen. Die Hersteller hätten dagegen "noch kein klares Konzept", was mit den mehrere hundert Kilogramm schweren Batterien am Ende der Lebenszeit geschehen soll. "Die haben da ein Problem", sagte er.
Lithium-Ionen-Batterien, wie sie heute schon Handys oder Kameras antreiben, werden zurzeit von praktisch allen großen Autoherstellern für den serienmäßigen Einbau in Personenwagen vorbereitet. Bisher ist aber unklar, ob die mehrere tausend Euro teuren Batterien ebenso lange halten wie das Auto, also zehn Jahre oder länger. Bosch arbeitet mit Volkswagen und anderen Autohersteller an Lithium-Ionen-Batterien. Tyroller sagte, Bosch wolle "ein führender Hersteller im Batteriegeschäft" sein.
dapd
