Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat beklagt, dass die deutsche Bankenregulierung weiter gehe als in anderen Ländern. Das schade dem Finanzplatz Deutschland und den deutschen Instituten, sagte er am Mittwoch in Berlin auf einem Kongress der Unionsfraktion im Bundestag. Der Sektor dürfe nicht benachteiligt werden.
Ackermann gegen zu starke deutsche Banken-Regulierung
Berlin (dapd). Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat beklagt, dass die deutsche Bankenregulierung weiter gehe als in anderen Ländern. Das schade dem Finanzplatz Deutschland und den deutschen Instituten, sagte er am Mittwoch in Berlin auf einem Kongress der Unionsfraktion im Bundestag. Der Sektor dürfe nicht benachteiligt werden. Dazu zählte er, dass die Bankenabgabe nicht EU-weit, sondern nur in Deutschland geplant sei. Administrativer Aufwand und anderes wirkten sich bei seinem Institut mit über einer Milliarde Euro vor Steuern aus.
Ackermann sprach sich auch dagegen aus, dass die deutschen Banken möglicherweise bald zehn Prozent Eigenkapital halten müssen beim Verkauf von Krediten. In anderen europäischen Ländern seien es nur fünf Prozent, in den USA noch weniger. Deutschland habe auch Leerverkäufe eingeschränkt.
Bei der Offenlegung von Vergütungen gehe Deutschland weiter als andere. Gleiches gelte für die Finanztransaktionssteuer. Auch die Einlagensicherung für Sparer sei strikter als anderswo. Deutschland sollte nirgendwo über die G-20-Standards hinausgehen.
dapd
