"Der Markt macht das gleiche Spiel wie letzte Woche vor der Papandreou-Vertrauensabstimmung" Hoffnung auf positives Griechenland-Votum treibt DAX

In Erwartung einer Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpakt der Regierung hat der DAX am Dienstag zugelegt. Massive Leereindeckungen vor allem in den Finanztiteln trieben die Märkte nach Einschätzung Frankfurter Börsenhändler nach oben. "Der Markt macht das gleiche Spiel wie letzte Woche vor der Papandreou-Vertrauensabstimmung", sagte ein Händler.

Foto: dapd

Hoffnung auf positives Griechenland-Votum treibt DAX

Frankfurt/Main (dapd). In Erwartung einer Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpakt der Regierung hat der DAX am Dienstag zugelegt. Massive Leereindeckungen vor allem in den Finanztiteln trieben die Märkte nach Einschätzung Frankfurter Börsenhändler nach oben. "Der Markt macht das gleiche Spiel wie letzte Woche vor der Papandreou-Vertrauensabstimmung", sagte ein Händler. Sobald die Chancen auf eine günstige Abstimmung deutlicher wurden, habe der Markt mit Leereindeckungen begonnen.

Der DAX schloss mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 7.170 Punkte. Der MDAX gewann 0,8 Prozent auf 10.539 Zähler, der TecDAX 0,3 Prozent auf 859 Punkte.

Der Euro kostete am Abend 1,4369 Dollar, bei einem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank von 1,4261 Dollar. Devisenhändler sprachen von wachsenden Hoffnungen, dass die Abstimmung über das Sparpaket im griechischen Parlament am Mittwoch günstig ausgehen wird. Eine Zustimmung ist die Voraussetzung für die Zahlung der nächsten Kredittranche an das Land. Die Gemeinschaftswährung könnte sich weiter befestigen, wenn die Sparpläne tatsächlich durch das Parlament gehen.

Im DAX erholten sich Bankentitel. Händler sprachen mit Blick auf die Abstimmung in Griechenland und den Vorschlägen zu einer Laufzeitverlängerung griechischer Staatsanleihen von einem "vorsichtigen Optimismus". Commerzbank kletterten um 4,6 Prozent auf 2,88 Euro, Deutsche Bank um 2,2 Prozent auf 39,77 Euro.

Sehr positiv wirkten sich die Quartalszahlen von Nike auf den adidas-Kurs aus. Der größte Sportartikelhersteller der Welt hat im vierten Geschäftsquartal sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Gewinnseite die Markterwartungen übertroffen. Adidas stiegen um 3,9 Prozent auf 53,78 Euro. Volkswagen gewannen 3,8 Prozent auf 141,10 Euro, den höchsten Stand seit einem Jahr.

Unter Druck standen vor allem Siemens, die nach einem verhaltenen Quartalsausblick 2,0 Prozent auf 91,00 Euro verloren. MAN büßten am Tag nach der Hauptversammlung 1,7 Prozent auf 92,20 Euro ein.

dapd