SPD-Chef Sigmar Gabriel hat Berichte zurückgewiesen, wonach der frühere Finanzminister Peer Steinbrück insgeheim seine Kanzlerkandidatur vorbereitet. "Ich empfehle, das gegenseitige Abschreiben von Medienspekulationen nicht zur Tatsache zu erklären", sagte Gabriel dem "Hamburger Abendblatt". Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der SPD falle "frühestens 2012".
Gabriel: Entscheidung über SPD-Kanzlerkandidatur "frühestens 2012"
Hamburg (dapd). SPD-Chef Sigmar Gabriel hat Berichte zurückgewiesen, wonach der frühere Finanzminister Peer Steinbrück insgeheim seine Kanzlerkandidatur vorbereitet. "Ich empfehle, das gegenseitige Abschreiben von Medienspekulationen nicht zur Tatsache zu erklären", sagte Gabriel dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstagausgabe). Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der SPD falle "frühestens 2012". Mit einem Kanzlerkandidaten der Grünen hätte er "überhaupt kein Problem", fügte der SPD-Vorsitzende hinzu.
Deutschland müsse Industriestandort bleiben. "Dafür braucht man eine Partei, die realistische Politik macht. Das ist die SPD", sagte Gabriel. Weder CDU noch Grüne interessierten sich für die Strompreise, die energieintensive Unternehmen zahlen müssten. "Wenn wir da nicht aufpassen, werden Tausende Menschen ihren Job verlieren."
dapd
