Deutschlands Familienunternehmer haben die Euro-Politik der Bundesregierung heftig kritisiert. Mit der Vergabe von Krediten an hochverschuldete Länder habe Berlin einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen, sagte der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Brun-Hagen Hennerkes, am Montag in Berlin auf der mit der "Welt"-Gruppe ausgerichteten "Welt"-Währungskonferenz.
Heftige Kritik
Berlin (dapd). Deutschlands Familienunternehmer haben die Euro-Politik der Bundesregierung heftig kritisiert. Mit der Vergabe von Krediten an hochverschuldete Länder habe Berlin einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen, sagte der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Brun-Hagen Hennerkes, am Montag in Berlin auf der mit der "Welt"-Gruppe ausgerichteten "Welt"-Währungskonferenz.
Der Regierung warf Hennerkes Wortbruch vor: Vor Eintritt in die Währungsunion sei versprochen worden, dass mit der Euro-Einführung ein Stabilitäts- und Wachstumspakt einhergehe, dass kein Land für Schulden eines anderen einzustehen habe und die Europäische Zentralbank (EZB) allein der Stabilität verpflichtet sei. Die Obergrenze für Staatsschulden sei jedoch gefallen: Mit dem Druck der Politik auf die EZB, Staatsanleihen überschuldeter Länder zu kaufen, habe diese die Unabhängigkeit verloren und sei zur größten "Bad Bank" der Welt geworden.
dapd
