Der Fraktionsvorsitzende der Linken in Thüringen, Bodo Ramelow, fordert raschere Konsequenzen gegen antisemitische Positionen in seiner Partei: "Was uns schwerfällt, ist die schnelle Reaktion, Antisemitisches als solches zu identifizieren, um es dann auch klar zu brandmarken", sagte Ramelow dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut Vorabbericht.
Ramelow beklagt antisemitische Stimmung bei den Linken
Hamburg (dapd). Der Fraktionsvorsitzende der Linken in Thüringen, Bodo Ramelow, fordert raschere Konsequenzen gegen antisemitische Positionen in seiner Partei: "Was uns schwerfällt, ist die schnelle Reaktion, Antisemitisches als solches zu identifizieren, um es dann auch klar zu brandmarken", sagte Ramelow dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut Vorabbericht.
Ramelow kritisiert die linken Abgeordneten, die am Auschwitz-Gedenktag sich nach einer Rede des israelischen Präsidenten im Bundestag nicht erhoben hatten: "Wenn man nicht weiß, wie man sich mit Anstand bei einem solchen Staatsakt verhält, finde ich das sehr unhöflich und dumm." In der aktuellen Debatte über Antisemitismus in der Linken würden Geister gerufen, "die eigentlich überwunden schienen". Die Auseinandersetzung um Israel werde als Stellvertreterkonflikt in Bezug auf die künftige Ausrichtung der Partei geführt. Als eine Ursache sieht der Linke-Politiker das immer noch fehlende, verbindliche Grundsatzprogramm der Partei.
dapd
