Die Führung der SPD-Bundestagsfraktion weist einen Boykottaufruf aus den eigenen Reihen gegen die für September geplante Papst-Rede im Parlament zurück. Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte der Zeitung "Bild am Sonntag" (Onlineausgabe), der Papst halte keinen Gottesdienst, sondern spreche zu aktuellen weltpolitischen Fragen.
SPD-Fraktionsspitze lehnt Boykottaufruf gegen Papst-Rede ab
Berlin (dapd). Die Führung der SPD-Bundestagsfraktion weist einen Boykottaufruf aus den eigenen Reihen gegen die für September geplante Papst-Rede im Parlament zurück. Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte der Zeitung "Bild am Sonntag" (Onlineausgabe), der Papst halte keinen Gottesdienst, sondern spreche zu aktuellen weltpolitischen Fragen. "Dadurch wird in keiner Weise infrage gestellt, dass unser Staat religiös und weltanschaulich neutral ist", sagte er.
Oppermann sagte, er selbst freue sich auf die Rede des Papstes. Es sei aber jedem Abgeordneten freigestellt, daran teilzunehmen.
Benedikt XVI. soll am 22. September im Bundestag sprechen. Der SPD-Abgeordnete Rolf Schwanitz hat laut einem Bericht der Düsseldorfer "Rheinischen Post" zum Boykott der Ansprache aufgerufen. Die Rede eines Kirchenoberhaupts im Parlament sei nicht mit dem Grundsatz der religiösen Neutralität des Staates vereinbar. Außerdem trage der Papst durch seine Auffassungen Mitschuld an der Unterdrückung, Ausbeutung und Stigmatisierung von Millionen Menschen.
dapd