Brüderle: Die Folgen einer Staatspleite können auch die Banken nicht wollen Regierung spricht mit Banken über fünfjährige Laufzeitverlängerung

Deutschlands Großbanken sollen nach Presseinformationen bis Sonntag der Bundesregierung mitteilen, in welchem Umfang sie zu Laufzeitverlängerungen für griechische Anleihen bereit sind. Die Regierung erwarte Zugeständnisse zu einer Verlängerung von bis zu fünf Jahren, berichtete die Zeitung "Welt am Sonntag" vorab.

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Regierung spricht mit Banken über fünfjährige Laufzeitverlängerung

Berlin (dapd). Deutschlands Großbanken sollen nach Presseinformationen bis Sonntag der Bundesregierung mitteilen, in welchem Umfang sie zu Laufzeitverlängerungen für griechische Anleihen bereit sind. Die Regierung erwarte Zugeständnisse zu einer Verlängerung von bis zu fünf Jahren, berichtete die Zeitung "Welt am Sonntag" vorab. Am Freitag habe der Bundesverband deutscher Banken die Federführung bei den Gesprächen zwischen der Regierung und den Privatbanken übernommen.

FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle sagte dem Blatt: "Das Geschäftsmodell, nur höhere Zinsen zu verlangen, bei drohender Insolvenz aber einen eigenen Sanierungsbeitrag zu verweigern und die Kosten einer Insolvenz allein auf Dritte abzuwälzen, funktioniert nicht." Die Folgen einer Staatspleite und damit verbundener Gefahren für alle Anleger könnten auch die Banken nicht wollen.

Ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes sagte, manche Institute hätten entgegen den Versprechen des vergangenen Jahres ihre Bestände an griechischen Anleihen nicht gehalten. Jetzt dürften nicht jene Institute benachteiligt werden, die sich an die Absprachen gehalten hätten.

dapd