Kritik Hermanns an Vorgehensweise zu "Stuttgart 21" als "völlig unverständlich" zurückgewiesen Bahn verteidigt Zeitplan zur Stresstest-Veröffentlichung

Die Deutsche Bahn (DB) hat Kritik am geplanten Vorgehen bei der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse zu "Stuttgart 21" zurückgewiesen. Die Projektpartner hätten sich auf den 14. Juli als Termin für die öffentliche Vorstellung und abschließende Bewertung geeinigt. Dem habe auch der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zugestimmt.

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Bahn verteidigt Zeitplan zur Stresstest-Veröffentlichung

Berlin (dapd). Die Deutsche Bahn (DB) hat Kritik am geplanten Vorgehen bei der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse zu "Stuttgart 21" zurückgewiesen. Die Projektpartner hätten sich auf den 14. Juli als Termin für die öffentliche Vorstellung und abschließende Bewertung geeinigt. Dem habe auch der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zugestimmt. Hermann hatte es am Mittwoch als "Ärgernis" bezeichnet, dass der Konzern seine Projektpartner erst drei Tage vor der öffentlichen Vorstellung über die Ergebnisse informieren will.

Einen Tag nach dem 14. Juli wolle die Bahn mit der Vergabe von weiteren Aufträgen für den Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs beginnen. "So haben wir nicht wirklich Zeit, zu prüfen und zu diskutieren", sagte Hermann.

Kritik Hermanns "völlig unverstädnlich"

"Tatsache ist, dass der Verkehrsminister in der Sitzung des Lenkungskreises am 10. Juni 2011 dem Ablauf und den Rahmenbedingungen zur Veröffentlichung des Stresstests persönlich zugestimmt hat", teilte die Bahn mit. Daher sei es völlig unverständlich, dass Hermann eben diese Vorgehensweise jetzt öffentlich kritisiere.

Darüber hinaus seien alle Projektpartner regelmäßig über den Arbeitsstand beim Stresstest informiert worden, zuletzt in einer mehrstündigen Sitzung am 16. Juni und somit rund einen Monat vor der öffentlichen Vorstellung, hieß es weiter. Der Konzern halte sich an die Vereinbarungen im Lenkungskreis ebenso wie an die Vereinbarungen aus der Schlichtung. Daher bestehe für den Verkehrsminister kein Grund, der Bahn immer wieder neue Vorwürfe zu machen.

dapd