Den Anlegern gefiel die Aufgabe des einstigen Hoffnungsträgers Cladribin nicht Merck gibt Multiple-Sklerose-Mittel Cladribin endgültig auf

Der Pharmakonzern Merck wird den Zulassungsprozess für Cladribin-Tabletten zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) nicht weiterverfolgen.

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Merck gibt Multiple-Sklerose-Mittel Cladribin endgültig auf

Darmstadt (dapd). Der Pharmakonzern Merck wird den Zulassungsprozess für Cladribin-Tabletten zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) nicht weiterverfolgen. Nach Angaben vom Mittwoch gelangte das Darmstädter Unternehmen bei Gesprächen mit der US-Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) zu der Ansicht, dass die Daten der laufenden klinischen Studien die Anforderungen des Amts höchstwahrscheinlich nicht erfüllen würden und damit auch nicht die Grundlage für eine Zulassung lieferten.

Das Feedback der FDA stimme insgesamt mit dem der europäischen Zulassungsbehörde EMA (European Medicines Agency) überein. "Den Anforderungen der FDA und EMA zu entsprechen, würde die Einleitung eines neuen klinischen Studienprogramms erfordern, dessen Abschluss mehrere Jahre benötigen würde", hieß es.

Den Anlegern gefiel die Aufgabe des einstigen Hoffnungsträgers Cladribin nicht. Die im DAX notierte Merck-Aktie fiel am Mittwochmorgen um 1,7 Prozent auf 73,87 Euro.

dapd