Hohe Investitionen und Strafzahlungen S-Bahn Berlin fährt Rekord-Defizit ein

Die S-Bahn Berlin hat im vergangenen Jahr ein Rekord-Defizit eingefahren. Der Verlust in Höhe von 222,2 Millionen Euro sei das höchste Minus in der Geschichte des Unternehmens, sagte am Montag ein Sprecher der Deutschen Bahn. Im Jahr 2009 war das ebenfalls negative Ergebnis mit 92,9 Millionen Euro deutlich geringer ausgefallen.

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S-Bahn Berlin fährt Rekord-Defizit ein

Berlin (dapd-bln). Die S-Bahn Berlin hat im vergangenen Jahr ein Rekord-Defizit eingefahren. Der Verlust in Höhe von 222,2 Millionen Euro sei das höchste Minus in der Geschichte des Unternehmens, sagte am Montag ein Sprecher der Deutschen Bahn. Im Jahr 2009 war das ebenfalls negative Ergebnis mit 92,9 Millionen Euro deutlich geringer ausgefallen.

Das Jahr 2010 war bei der S-Bahn maßgeblich geprägt von häufigen Zugausfällen und massiven Fahrplaneinschränkungen infolge nicht einsatzfähiger Bahnen. Dadurch notwendige "hohe Investitionen in neue technische Lösungen" sowie drastische Umsatzrückgänge hätten den hohen Verlust verursacht, sagte der Sprecher.

Rund 120 Millionen Euro investierte die S-Bahn nach eigenen Angaben in die Instandsetzung der Schienenfahrzeuge. So wurde 2010 unter anderem mit dem Austausch der Radsätze an allen 500 Viertelzügen der Baureihe 481 begonnen. Außerdem wurden die Werkstattkapazitäten erweitert und zusätzliche Mitarbeiter für die Instandhaltung der Züge an allen Standorten eingestellt.

Das Land Berlin behielt laut Bahn als Besteller 60 Millionen Euro ein. Grund waren nicht erbrachte Verkehrsleistungen sowie in einem Nachtrag zum Verkehrsvertrag vereinbarte höhere Strafzahlungen wegen Qualitätsmängeln. Außerdem entstanden der S-Bahn Kosten von 75 Millionen Euro durch Kompensationsleistungen an Kunden.

dapd