Die Deutsche Bank will nach der Übernahme der Postbank die Personalkosten deutlich senken. Das Wirtschaftsmagazin "Capital" berichtete am Montag, die neue Mehrheitseignerin der Postbank wolle in einigen Bereichen die Kosten je Mitarbeiter um bis zu 30 Prozent drücken. Dazu sollten Tätigkeiten wie Datenverarbeitung und Informationstechnik oder die Kreditbearbeitung in GmbHs ausgelagert werden.
Deutsche Bank will Personalkosten bei Postbank deutlich senken
Frankfurt/Main (dapd). Die Deutsche Bank will nach der Übernahme der Postbank die Personalkosten deutlich senken. Das Wirtschaftsmagazin "Capital" berichtete am Montag, die neue Mehrheitseignerin der Postbank wolle in einigen Bereichen die Kosten je Mitarbeiter um bis zu 30 Prozent drücken. Dazu sollten Tätigkeiten wie Datenverarbeitung und Informationstechnik oder die Kreditbearbeitung in GmbHs ausgelagert werden.
Die Pläne der Deutschen Bank umfassen nach Angaben der Zeitschrift längere Arbeitszeiten, kürzeren Urlaub, eine Senkung der Bezüge und den Wegfall des 13. und 14. Monatsgehalts. Betroffene sollten fünf Jahre lang Ausgleichszahlungen erhalten. Im Gegenzug sollten zudem betriebsbedingte Kündigungen für alle Mitarbeiter von Postbank und Deutscher Bank in Deutschland bis Ende 2014 ausgeschlossen werden.
Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu den Zahlen und Einzelheiten nicht äußern, bestätigte aber in Frankfurt am Main, dass es Verhandlungen über einen Rahmeninteressensausgleich gebe. Die Gespräche verliefen "grundsätzlich positiv". Die nächste Verhandlungsrunde ist nach Angaben von "Capital" für 28. bis 30. Juni angesetzt.
Die Deutsche Bank hat Erfahrung mit der Methode zur Kostensenkung. Sie hat in der Vergangenheit bereits verschiedene Bereiche in GmbHs ausgelagert, beispielsweise die Norisbank.
dapd
