Juni-Bericht des Finanznministeriums - Lohnsteueraufkommen stieg im Mai um 16,3 Prozent Gute Konjunktur sorgt für steigende Steuereinnahmen

Beschäftigungsanstieg, massiver Abbau der Kurzarbeit, Lohnerhöhungen und höhere Bonuszahlungen haben dem Staat im Mai deutlich höhere Steuereinnahmen als im Vorjahr beschert. Nach dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Juni des Bundesfinanzministeriums stiegen die Einnahmen insgesamt um 10,1 Prozent. Der Bund allein verbuchte ein Plus von 11,8 Prozent.

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Gute Konjunktur sorgt für steigende Steuereinnahmen

Berlin (dapd). Beschäftigungsanstieg, massiver Abbau der Kurzarbeit, Lohnerhöhungen und höhere Bonuszahlungen haben dem Staat im Mai deutlich höhere Steuereinnahmen als im Vorjahr beschert. Nach dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Juni des Bundesfinanzministeriums stiegen die Einnahmen insgesamt um 10,1 Prozent. Der Bund allein verbuchte ein Plus von 11,8 Prozent.

Die Einnahmen aus der Lohnsteuer übertrafen den Vorjahresmonat im Mai um 16,3 Prozent. Für die ersten fünf Monate betrug das Plus 9,5 Prozent. Reine Gemeindesteuern sind in der Übersicht nicht enthalten.

In den Mai-Ergebnissen schlagen sich laut Finanzministerium auch Zahlungen nieder, die nicht jeden Monat anfallen. Genannt werden Auszahlungen von Altersvorsorgezahlungen und Dividendenausschüttungen von Aktiengesellschaften. Letztere sorgten etwa bei den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag für ein Plus im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat von 28,6 Prozent.

Mit 3,7 Prozent fiel der Zuwachs bei der Abgeltungsteuer auf Zinsen eher klein aus. Das Ministerium wies darauf hin, dass der Abwärtstrend des vergangenen Jahres gestoppt sei und das niedrige Zinsniveau für ein geringes Aufkommen sorge.

Nur wenig höher als im Mai 2010 fiel dieses Jahr das Aufkommen der Umsatzsteuer aus. Es nahm 0,6 Prozent zu. Allerdings legte die Einfuhrumsatzsteuer dank des gut laufenden Außenhandels um 21,5 Prozent zu.

Die Zahlen des Monatsberichts bestätigen Zahlen des "Handelsblattes". Die Zeitung schrieb, die Steuereinnahmen von Januar bis Mai mit 204 Milliarden Euro hätten die Vorjahreszahlen um 18 Milliarden übertroffen.

dapd