"Wir müssen dafür sorgen, dass die Finanzmärkte nicht sagen, Griechenland ist pleite" Fricke warnt vor Flächenbrand in Griechenland

Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Otto Fricke, besteht darauf, dass sich private Gläubiger an der Griechenlandhilfe beteiligen. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Finanzmärkte nicht sagen, Griechenland ist pleite, und am Ende haben wir einen Flächenbrand", sagte Fricke am Montag im Südwestrundfunk.

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Fricke warnt vor Flächenbrand in Griechenland

Baden-Baden/Berlin (dapd). Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Otto Fricke, besteht darauf, dass sich private Gläubiger an der Griechenlandhilfe beteiligen. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Finanzmärkte nicht sagen, Griechenland ist pleite, und am Ende haben wir einen Flächenbrand", sagte Fricke am Montag im Südwestrundfunk.

Für Griechenland geht es nach Ansicht Frickes jetzt um eine geordnete Insolvenz. "Es kann am Ende nicht so sein, dass wir sagen es wird immer weiter bezahlt, also ein Schrecken ohne Ende, sondern ich muss das geordnet hinkriegen." Dafür müsse Griechenland aber seinen Teil tun. "Wenn die Gesellschaft dort nicht bereit ist mitzumachen, dann kann nicht geholfen werden", sagte Fricke.

Die zähen Verhandlungen der Euro-Finanzminister über die Rettung Griechenlands waren am frühen Montagmorgen ohne Lösung abgebrochen worden. Bevor Athen die nächste Tranche an Notkrediten erhält, seien weitere Verhandlungen über das Sparprogramm sowie die Zustimmung des Parlaments notwendig, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der 17 Euro-Finanzminister. Auch über das zweite Rettungspaket von rund 110 Milliarden Euro gibt es noch keine Einigung.

dapd