Der Versicherungskonzern Ergo steht erneut wegen dubioser Praktiken in der Kritik. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) haben Vertreter der einstigen Ergo-Tochter Victoria systematisch und "auf Anweisung von oben" Kunden mit beitragsfrei gestellten Lebensversicherungen 2009 geraten, ihre Verträge zu kündigen.
Ergo-Versicherung hat anscheinend Kunden zu ihrem Nachteil beraten
Hamburg (dapd). Der Versicherungskonzern Ergo steht erneut wegen dubioser Praktiken in der Kritik. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) haben Vertreter der einstigen Ergo-Tochter Victoria systematisch und "auf Anweisung von oben" Kunden mit beitragsfrei gestellten Lebensversicherungen 2009 geraten, ihre Verträge zu kündigen.
Das ausbezahlte Geld hätten sie dann in spezielle Unfallversicherungen stecken sollen. Dabei sei ihnen nach Informationen der Zeitung häufig verschwiegen worden, dass sie mit der Lebensversicherung in vielen Fällen auch Steuervorteile sowie eine Zinsgarantie von bis zu vier Prozent aufgegeben hätten.
Lars Gaschke vom Verbraucherzentrale Bundesverband sagte der Zeitung, dies sei ein "unglaublicher Vorgang, bei dem es nur um Abschlussprovisionen ging". Ergo bestreitet dem Blatt zufolge, dass es sich um eine systematische Aktion gehandelt habe.
dapd
