Familienministerin Kristina Schröder (CDU) muss offenbar von einem Renommierprojekt Abschied nehmen: Ihre "Bundesinitiative Familienhebammen", für die der Bund 120 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren ausgeben will, fällt bei den Ländern rigoros durch.
Länder lehnen Bundesinitiative Familienhebammen ab
Hannover (dapd). Familienministerin Kristina Schröder (CDU) muss offenbar von einem Renommierprojekt Abschied nehmen: Ihre "Bundesinitiative Familienhebammen", für die der Bund 120 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren ausgeben will, fällt bei den Ländern rigoros durch. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Montagausgabe) berichtet, hat der Bundesrat im ersten Durchlauf beschlossen, eine entsprechende Regelung in dem von Schröder vorgelegten Bundeskinderschutzgesetz zu streichen.
Sollte es bei der Ablehnung bleiben, gerate bundesweit ein Modell ins Abseits, das sich nach Ansicht von Experten bei der Unterstützung von Problemfamilien bewährt habe. Die Länder halten die Stärkung lokaler Netzwerke durch Hebammen zwar für sinnvoll, da sie eine "wichtige Brückenfunktion" zwischen Familien und Jugendhilfe übernehmen könnten. Den einjährigen Einsatz besonders geschulter Familienhebammen lehnten sie jedoch ab. Statt dessen votiert der Bundesrat für eine leicht verlängerte Betreuung durch normale Hebammen.
dapd
