Im Streit über die Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Sanierung will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die widerstrebende Europäische Zentralbank (EZB) angeblich mit einem Kompromissvorschlag gewogen stimmen.
Schäuble will EZB angeblich Kompromiss im Griechenland-Streit anbieten
Hamburg/Berlin (dapd). Im Streit über die Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Sanierung will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die widerstrebende Europäische Zentralbank (EZB) angeblich mit einem Kompromissvorschlag gewogen stimmen. Nach den Plänen seines Ministeriums werde die griechische Regierung im Rahmen eines zweiten Rettungspakets neben Hilfszahlungen von 90 bis 120 Milliarden Euro auch Anleihen des europäischen Rettungsschirms EFSF erhalten, meldete der "Spiegel" am Sonntag.
Diese solle sie an heimische Banken weiterreichen, die die Papiere als Sicherheiten für ihre Geldausstattung bei der EZB hinterlegen könnten. Der Fonds solle zu diesem Zweck aufgestockt werden. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte auf Anfrage, der Bericht sei in weiten Teilen "irrelevant", und ein solcher Vorschlag stehe nicht zur Diskussion. Es würden zurzeit viele Ideen diskutiert, wie private Gläubiger beteiligt und gleichzeitig Nebeneffekte verhindert werden könnten.
dapd
