Die Linke in Thüringen fordert eine entschiedene Distanzierung von der "Deutschen Burschenschaft". Die Stadt Eisenach müsse prüfen, ob sie nach der Debatte der vergangenen Tage über den sogenannten Abstammungsparagrafen ihre Stadthalle den Burschenschaften auch weiterhin zur Verfügung stellen wolle, teilte die Landtagsfraktion der Linken am Samstag in Erfurt mit.
Linke fordert Distanzierung gegenüber Burschenschaften
Eisenach (dapd). Die Linke in Thüringen fordert eine entschiedene Distanzierung von der "Deutschen Burschenschaft". Die Stadt Eisenach müsse prüfen, ob sie nach der Debatte der vergangenen Tage über den sogenannten Abstammungsparagrafen ihre Stadthalle den Burschenschaften auch weiterhin zur Verfügung stellen wolle, teilte die Landtagsfraktion der Linken am Samstag in Erfurt mit.
Auch sei zu prüfen, ob durch eine solche Veranstaltung die Wartburg als UNESCO-Weltkulturerbe nicht Schaden nehme. Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion, Martina Renner, begrüßte, dass Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) von einem Grußwort an die Studenten Abstand genommen hat.
Innerhalb der Deutschen Burschenschaft war in den vergangenen Tagen darüber diskutiert worden, ob Studenten nicht-deutscher Abstammung Mitglied werden können. Die Burschenschaft "Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn" hatte zunächst einen Antrag auf Ausschluss der Verbindung Hansea Mannheim gestellt, die einen chinesisch-stämmigen Studenten in ihre Reihen aufgenommen hatte. Unmittelbar vor Beginn des Treffens wurde dieser Antrag zurückgezogen.
Die Deutsche Burschenschaft ist ein Dachverband von über 120 Burschenschaften. Derzeit verfügt die Organisation über rund 1.500 aktive studentische Mitglieder und etwa 10.500 frühere Studenten (Alte Herren).
dapd
