CDU kritisiert Gewerkschafts-Aktion gegen Bundeswehrwerbung "Kein Werben fürs Sterben"

Die CDU hat eine Plakataktion der DGB-Jugend heftig kritisiert. Die Gewerkschafts-Jugendgruppen wenden sich unter dem Motto "Kein Werben fürs Sterben" gegen die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr und haben zu einer Protestaktion am (heutigen) Samstag beim Hessentag in Oberursel aufgerufen.

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"Kein Werben fürs Sterben"

Berlin (dapd). Die CDU hat eine Plakataktion der DGB-Jugend heftig kritisiert. Die Gewerkschafts-Jugendgruppen wenden sich unter dem Motto "Kein Werben fürs Sterben" gegen die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr und haben zu einer Protestaktion am (heutigen) Samstag beim Hessentag in Oberursel aufgerufen.

Sie wollen verhindern, dass die Bundeswehr auf dem Hessentag mit einem Stand für ihre Arbeit wirbt. Auf dem Plakat ist ein Foto von einer Trauerfeier für einen gefallenen Soldaten zu sehen, bei der Soldaten einen Sarg, bedeckt mit der Deutschlandfahne, tragen.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bedauerte in Briefen unter anderem an DGB-Chef Michael Sommer und ver.di-Chef Frank Bsirske, die dapd vorliegen, diese Aktion. Er forderte die Gewerkschaftschefs auf, sich von der Kampagne zu distanzieren, die eine "ungeheuerliche Entgleisung" darstelle.

"Dass im Rahmen dieses, in meinen Augen völlig unangebrachten Aufrufs, auch noch ein Foto mit dem Sarg eines gefallenen Bundeswehr-Soldaten verwendet wird, ist mehr als geschmacklos und nicht zu akzeptieren" schrieb Gröhe. Mit dieser gezielten Provokation werde nicht nur das Andenken "der in ihrem Dienst für unser Land gefallenen Soldaten beschmutzt, sondern werden auch die Gefühle ihrer Familienangehörigen verletzt".

dapd