Sarkozy würdigt deutsche Anerkennung des lybischen Übergangsrates Merkel und Sarkozy dringen auf baldige UN-Resolution gegen Syrien

Deutschland und Frankreich wollen angesichts des militärischen Vorgehens gegen Regimegegner in Syrien den Druck auf die Regierung in Damaskus erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Freitag nach einem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, dass Berlin und Paris "sehr gemeinsam" und "sehr beständig" für eine rasche Resolution des Weltsicherheitsrates werben wollten.

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Merkel und Sarkozy dringen auf baldige UN-Resolution gegen Syrien

Berlin (dapd). Deutschland und Frankreich wollen angesichts des militärischen Vorgehens gegen Regimegegner in Syrien den Druck auf die Regierung in Damaskus erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Freitag nach einem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, dass Berlin und Paris "sehr gemeinsam" und "sehr beständig" für eine rasche Resolution des Weltsicherheitsrates werben wollten, in der die Gewalt gegen das syrische Volk verurteilt wird.

Die Kanzlerin hoffte auf ein "Einsehen" der Mitglieder des UN-Gremiums, dass dieses Vorgehen von Präsident Baschar Assad "nicht akzeptabel" sei. Um hier Erfolg zu haben, wollen Frankreich und Deutschland nach Worten von Merkel auch mit Russland sprechen. In Moskau gibt es Widerstand gegen den unter anderem von Deutschland eingebrachten Resolutionsentwurf.

Sarkozy lobte derweil den Blitzbesuch von Bundesaußenminister Guido Westerwelle im nordlibyschen Bengasi zum Wochenbeginn. Er habe sich sehr darüber gefreut, dass Westerwelle den Übergangsrat als die legitime Vertretung des libyschen Volkes anerkannt habe. Es sei höchste Zeit, dass die Libyer selbst ihre demokratische Zukunft aufbauten. Das bedeute auch, dass der Diktator Muammar al Gaddafi gehen müsse. Frankreich hatte den Übergangsrat bereits im März als erstes Land offiziell anerkannt und dafür aus Deutschland Kritik geerntet.

dapd