Bundespräsident erinnert an 20. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages Wulff würdigt Rolle Polens in Europa

Bundespräsident Christian Wulff hat die gute deutsch-polnische Partnerschaft in Europa gewürdigt. Wulff erinnerte am Donnerstag in Berlin an den vor 20 Jahren geschlossenen deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag.

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Wulff würdigt Rolle Polens in Europa

Berlin (dapd). Bundespräsident Christian Wulff hat die gute deutsch-polnische Partnerschaft in Europa gewürdigt. Wulff erinnerte am Donnerstag in Berlin an den vor 20 Jahren geschlossenen deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag und sagte: "Kaum jemand hätte es vor 20 Jahren für möglich gehalten, dass Deutschland und Polen so gute Nachbarn werden. Heute sind wir Freunde. Deutsche und Polen stimmen sich eng ab und leben das vereinte Europa."

Auf Einladung Wulffs wird der polnische Präsident Bronislaw Komorowski am (morgigen) Freitag, dem historisch bedeutsamen 17. Juni, in der Humboldt-Universität die "Berliner Rede" halten. Zuvor wollen Wulff und Komorowski gemeinsam die Solidarnosc-Gedenktafel am Reichstagsgebäude besuchen, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

Wulff sagte, er freue sich, dass Präsident Komorowski kurz vor der ersten polnischen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union, die am 1. Juli beginnt, die "Berliner Rede" halte. Komorowski verkörpere als "Solidarnosc-Aktivist den friedlichen Wandel in Europa".

Die Gewerkschaft und die daraus resultierende Reformbewegung hatte Anfang der 1980er Jahre am Umbruch in Polen maßgeblich mitgewirkt. Damit habe sie schließlich auch den Boden bereitet für die politische Wende in Osteuropa und die friedliche Revolution in der DDR, sagte Wulff.

Am Freitagnachmittag wollen die beiden Präsidenten an den Feierlichkeiten des Deutsch-Polnischen Jugendwerks teilnehmen. Anschließend gibt der Bundespräsident zu Ehren Komorowskis ein Abendessen. Hierzu seien Persönlichkeiten eingeladen, die sich um das deutsch-polnische Verhältnis verdient gemacht hätten.

dapd