Seehofer will Schlussstrich unter Bayerns Koalitionskrach Ministerpräsident will nach vorne schauen

CSU-Chef Horst Seehofer will einen Schlussstrich unter den Streit in der schwarz-gelben Koalition Bayerns über den Atomausstieg ziehen. Seehofer sagte der CSU-Zeitung "Bayernkurier", es gebe nun klare Vereinbarungen auf Bundesebene. Der bayerische Ministerpräsident fügte hinzu: "Die gelten jetzt. Für mich ist dieses Kapitel damit abgeschlossen."

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Ministerpräsident will nach vorne schauen

München (dapd-bay). CSU-Chef Horst Seehofer will einen Schlussstrich unter den Streit in der schwarz-gelben Koalition Bayerns über den Atomausstieg ziehen. Seehofer sagte der CSU-Zeitung "Bayernkurier", es gebe nun klare Vereinbarungen auf Bundesebene. Der bayerische Ministerpräsident fügte hinzu: "Die gelten jetzt. Für mich ist dieses Kapitel damit abgeschlossen."

In den vergangenen Wochen hatte es einen heftigen Schlagabtausch zwischen Seehofer und seinem Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) über den Zeitpunkt der geplanten Energiewende gegeben. Die CSU scheiterte mit der Forderung nach einem Atomausstieg bis zum Jahr 2022 zunächst im bayerischen Kabinett am Widerstand der FDP, weil Zeil das Vorhaben für unrealistisch hält. Nach dem Erfolg Seehofers in der Berliner Koalition gab es dann indirekt den Vorwurf an den CSU-Chef, nicht die Wahrheit über die schwarz-gelbe Atomdebatte erzählt zu haben.

Seehofer betonte nun, es gehe "mit Vollgas an die Umsetzung der Energiewende in Bayern". Darum werde er sich auch persönlich kümmern. Seehofer fügte in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview hinzu: "Ich will, dass wir die Chancen, die der Energiewechsel für Bayern bringt - von den Innovationen bis zu den Arbeitsplätzen, beherzt ergreifen."

dapd