"Er war der völlig richtige Mann dafür, dass Berlin eine Hauptstadt und eine Metropole wurde" Gysi lobt Wowereits zehnjährige Amtszeit

Der Linke-Fraktionschef Gregor Gysi hat die politische Leistung von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gelobt. "Er war der völlig richtige Mann dafür, dass Berlin eine Hauptstadt und eine Metropole wurde", sagte der frühere Berliner Wirtschaftssenator am Donnerstag dem RBB-Sender Radio Eins.

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Gysi lobt Wowereits zehnjährige Amtszeit

Potsdam/Berlin (dapd). Der Linke-Fraktionschef Gregor Gysi hat die politische Leistung von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gelobt. "Er war der völlig richtige Mann dafür, dass Berlin eine Hauptstadt und eine Metropole wurde", sagte der frühere Berliner Wirtschaftssenator am Donnerstag dem RBB-Sender Radio Eins. Bis dahin sei die Stadt "ziemlich provinziell regiert" worden und das habe er überwunden, das sei das Entscheidende.

Wowereit wurde vor genau zehn Jahren erstmals zum Regierungschef gewählt. Die SPD-Fraktion wollte am Nachmittag mit einem Empfang im Abgeordnetenhaus an das Jubiläum erinnern. Der 57-Jährige tritt bei der Wahl am 18. September erneut als Spitzenkandidat seiner Partei an. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sozialdemokraten und Grünen erwartet.

Wowereit habe viel für die Stadt getan, sagte Gysi. "Wir waren in Kieze eingeteilt, ziemlich provinziell organisiert." Die CDU in Berlin habe bis heute nicht begriffen, dass der Kalte Krieg vorbei sei.

Heute habe Berlin eine Geltung weltweit - "das konnten wir uns ja vor einigen Jahren noch gar nicht vorstellen". Alle wollten Berlin besuchen. Das alles habe viel mit Klaus Wowereit zu tun, und dafür müsse man ihn würdigen.

Amtsmüdigkeit beim Regierungschef sehe er nicht, sagte Gysi. "Zwischendurch hatte man mal den Eindruck, dass es ihm nicht mehr so richtigen Spaß macht. Inzwischen kämpft er wieder, inzwischen ist er wieder leidenschaftlich."

In Berlin sieht Gysi weiterhin keine Alternative für Rot-Rot. Er fügte hinzu: "Ich denke, die Aufgaben sind noch nicht erfüllt. Rot-Rot hat hier noch einiges zu leisten in Berlin."

dapd