Zahlreiche Touristengruppen scharen sich um acht schwarze Limousinen vor dem Hamburger Rathaus. Sie zücken ihre Kameras und machen Fotos von dem Wagen, auf dessen Nummernschild 0-1 zu lesen ist und auf dessen Motorhaube eine Fahne mit dem Bundesadler weht. "Der Bundespräsident ist mit seiner Frau im Rathaus zu Gast", erklärt ein Polizist einem jungen Mann.
Bundespräsident spaziert durch die Hamburger HafenCity
Hamburg (dapd). Zahlreiche Touristengruppen scharen sich um acht schwarze Limousinen vor dem Hamburger Rathaus. Sie zücken ihre Kameras und machen Fotos von dem Wagen, auf dessen Nummernschild 0-1 zu lesen ist und auf dessen Motorhaube eine Fahne mit dem Bundesadler weht. "Der Bundespräsident ist mit seiner Frau im Rathaus zu Gast", erklärt ein Polizist einem jungen Mann. Das Staatsoberhaupt ist an diesem Vormittag mit seiner Frau Bettina Wulff zu seinem offiziellen Antrittsbesuch in der Hansestadt.
Während die Touristen auf dem Rathausplatz darauf hoffen, den Bundespräsidenten zu Gesicht zu bekommen, sitzt Wulff mit Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und geladenen Gästen beim Senatsfrühstück. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Senatoren und Repräsentanten aus der Wirtschaft. "Es gibt ausreichend Themen, über die wir sprechen werden", so Wulff kurz vor dem gemeinsamen Frühstück. Gerade an den großen Projekten der Hansestadt, wie der Elbphilharmonie oder auch der HafenCity habe er großes Interesse.
"Hafencity ist ein Erfolgsmodell"
Am Nachmittag spaziert Wulff durch die HafenCity. Das Staatsoberhaupt geht vorbei an Baustellen, Bürogebäuden und durch einen kleinen Park. "Hier wurden Ökonomie und Ökologie klug zusammengeführt", sagt Wulff. Und das sei ein Erfolgsmodell auch für andere Städte, auch im Ausland. In der HafenCity könne sich die Welt anschauen, wie Lebensqualität zu "hoffentlich bezahlbaren Bedingungen für einen Normalverdiener" erhöht werde. "Mich überzeugt das Konzept sehr", sagt Wulf und zeigt auf die um ihn emporragenden Büro- und Wohngebäude.
"Mit Elbphilharmonie wird Hamburg weltweit wahrgenommen"
Hinter dem Staatsoberhaupt ist die Silhouette der Elbphilharmonie zu sehen. "Ich war immer ein Anhänger der Elbphilharmonie, weil ich glaube, dass mit einem solchen Projekt das Bild einer Stadt weltweit wahrgenommen wird", sagt Wulff. Besucher aus dem In- und Ausland würden durch das Gebäude angezogen und damit entstünde für alle ein Gewinn. "Ich halte das für ein sehr erfolgversprechendes Modell", lobt Wulff.
Dann macht sich der Bundespräsident selbst ein Bild von dem Gebäude. Im zwölften Stock der Elbphilharmonie lässt sich Wulf von dem Architekten Pierre de Meuron die Struktur des künftigen Großen Konzertsaales erklären. Wo heute noch Stahlträger und Baustellenstaub das Bild prägen, sollen in wenigen Jahren bis zu 2.500 Zuschauer klassische Musik genießen können. "Wenn man hier in der Baustelle steht, wünscht man sich einfach sehnlichst, dass ein in Auge gefasstes Ziel für die Eröffnung und ein konkret berechneter Kostenrahmen auch eingehalten werden", sagt Wulff.
Kurz darauf steigt der Bundespräsident in die schwarze Limousine mit dem Kennzeichen 0-1. Begleitet von einer Polizeieskorte verschwindet der Wagen in einer Straße in der HafenCity.
dapd
