Vertreter von Opferverbänden wollen am Donnerstag (16. Juni, 12.30 Uhr) in Berlin an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR erinnern. Initiator der Gedenkveranstaltung vor dem Bundesfinanzministerium ist das Mauermuseum - Haus am Checkpoint Charlie.
Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR
Berlin (dapd). Vertreter von Opferverbänden wollen am Donnerstag (16. Juni, 12.30 Uhr) in Berlin an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR erinnern. Initiator der Gedenkveranstaltung vor dem Bundesfinanzministerium ist das Mauermuseum - Haus am Checkpoint Charlie.
Am 17. Juni 1953 waren in der gesamten DDR Arbeiter auf die Straße gegangen. Sie forderten die Rücknahme von Arbeitsnormerhöhungen sowie die Einführung demokratischer Strukturen im Lande. Bei der anschließenden Niederschlagung des Aufstandes durch die Rote Armee und ostdeutsche Polizeikräfte starben zahlreiche Menschen. Im Nachhinein verhängte die DDR-Justiz Todesurteile gegen vermeintliche Aufrührer.
In Berlin war es auf der damaligen Großbaustelle Stalin-Allee bereits am 16. Juni zu Arbeitsniederlegungen gekommen. Abordnungen der Bauarbeiter zogen später vor das Haus der Ministerien an der Leipziger Straße, das heutige Finanzministerium, und forderten dort lautstark den Rücktritt der SED-Regierung.
Zur Erinnerung befindet sich seit dem Jahr 2000 auf dem Vorplatz des Ministeriums ein Mahnmal. Es wurde von dem Künstler Wolfgang Rüppel gestaltet.
dapd
