Für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis Ex-Geschäftsführer von Germania zu Haftstrafe verurteilt

Ein früherer Geschäftsführer der Berliner Fluggesellschaft Germania muss für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 51-Jährigen am Mittwoch der Untreue in neun Fällen schuldig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Bankkaufmann zwischen Mai 2007 und März 2008 durch Scheinrechnungen das Vermögen der Fluggesellschaft veruntreut hatte.

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Ex-Geschäftsführer von Germania zu Haftstrafe verurteilt

Berlin (dapd-bln). Ein früherer Geschäftsführer der Berliner Fluggesellschaft Germania muss für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 51-Jährigen am Mittwoch der Untreue in neun Fällen schuldig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Bankkaufmann zwischen Mai 2007 und März 2008 durch Scheinrechnungen das Vermögen der Fluggesellschaft veruntreut hatte. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden auf rund eine Million Euro.

Es gebe "eine Vielzahl von Indizien", dass bei der Germania mithilfe von Scheinrechnungen "gemauschelt" worden sei, hieß es im Urteil. Dem Angeklagten ging es aus Sicht des Gerichts darum, "sich Geld zu verschaffen". Die in Rechnung gestellten Leistungen für Cateringservice oder Recherche seien "entweder gar nicht" oder "nicht in dem Umfang" erbracht worden, hieß es.

Die Rechnungen hätten zwei Unternehmer gestellt, mit denen sich der Angeklagte das Geld später geteilt habe. Wie das konkret abgelaufen sei, habe aber nicht ermittelt werden können. Dem Gericht zufolge hatte die Schrottfirma eines früheren Mitangeklagten für einen Cateringservice "gar nicht das Knowhow".

Der 50-jährige Schrotthändler wurde bereits wegen Beihilfe zur Untreue zu einer Haftstrafe verurteilt. Der zweite Gehilfe kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Er hatte vermeintliche Rechercheleistungen bei der Germania abgerechnet. In dem seit März laufenden Verfahren legte der Ex-Geschäftsführer der Germania ein Teilgeständnis ab.

dapd