Der größte deutsche Medienkonzern Bertelsmann strukturiert sein ursprüngliches Kerngeschäft mit Buchclubs um. Nachdem der Konzern Ende Mai bereits seine französischen Buchclubs verkauft hatte, wird er bis Ende Juni die für Medienclubs zuständige Direct Group als eigenständigen Unternehmensbereich auflösen, wie die Bertelsmann AG am Mittwoch mitteilte.
Bertelsmann löst Buchclub-Sparte als eigenständigen Bereich auf
Gütersloh (dapd). Der größte deutsche Medienkonzern Bertelsmann strukturiert sein ursprüngliches Kerngeschäft mit Buchclubs um. Nachdem der Konzern Ende Mai bereits seine französischen Buchclubs verkauft hatte, wird er bis Ende Juni die für Medienclubs zuständige Direct Group als eigenständigen Unternehmensbereich auflösen, wie die Bertelsmann AG am Mittwoch mitteilte. Bestehen bleiben damit die Bereiche RTL Group (Fernsehen), Random House (Verlage), Gruner + Jahr (Zeitschriften) und Arvato (Dienstleistungen).
Geplant ist, die Medienclubs in den deutschsprachigen Ländern, in Spanien und Osteuropa organisatorisch künftig unter Corporate Investments zu führen. Zu diesem Bereich, den Bertelsmann-Finanzvorstand Thomas Rabe verantwortet, gehören unter anderem die Aktivitäten von BMG im Musikrechtegeschäft sowie die Fonds Bertelsmann Digital Media Investments und Bertelsmann Asia Investments.
Für die osteuropäischen Buchvertriebsgeschäfte in Russland und der Ukraine sowie in Tschechien und der Slowakei würden derzeit strategische Optionen geprüft, erklärte das Unternehmen. Ein Verkauf sei dabei möglich.
Vor kurzem hatte Bertelsmann angekündigt, dass seine Buchclubs ab 1. Juli erstmals auch für Nicht-Mitglieder zugänglich sein sollen.
dapd
