Das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen speist nach Abschluss von Revision und Brennelementwechsel seit Dienstag wieder Strom ins Netz ein. 20 der insgesamt 193 Brennelemente seien durch neue ersetzt worden, teilte der Energiekonzern E.ON mit. Ausgetauscht wurden auch zwei Brennstäbe, an denen ein Hüllrohrschaden festgestellt worden war.
AKW Grohnde wieder am Netz
Grohnde (dapd). Das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen speist nach Abschluss von Revision und Brennelementwechsel seit Dienstag wieder Strom ins Netz ein. 20 der insgesamt 193 Brennelemente seien durch neue ersetzt worden, teilte der Energiekonzern E.ON mit. Ausgetauscht wurden auch zwei Brennstäbe, an denen ein Hüllrohrschaden festgestellt worden war. Am 2. Mai war das Kraftwerk zur Anlagenrevision vom Netz gegangen.
Neben routinemäßigen Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen seien auch größere und zum Teil zeitaufwendige Instandhaltungsarbeiten an nuklearen und sicherheitstechnisch bedeutsamen Anlagenteilen ausgeführt worden, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums in Hannover.
Bei einem Vorfall Mitte März waren zwei Brennstäbe in zwei Elementen durch fehlerhafte Abstandshalter beschädigt worden. Der Vorfall war im Nachhinein als meldepflichtiges Ereignis der Kategorie N (Normal) eingestuft worden. Weiterhin mussten Dichtungsgehäuse der Hauptkühlmittelpumpen vorsorglich ausgetauscht werden, da an baugleichen Teilen in anderen Kraftwerken Anrisse entdeckt wurden.
Seit der letzten Revision im April 2010 hat das AKW laut E.ON 12,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Dies entspricht dem Jahresstromverbrauch von etwa drei Millionen Haushalten. Das Kraftwerk Grohnde ging 1985 ans Netz.
dapd
