Der Bundesaußenminister plädiert für eine klare Reaktion des Weltsicherheitsrats Westerwelle fordert Ende des Armee-Einsatzes im Norden Syriens

Bundesaußenminister Guido Westerwelle fordert angesichts der Eskalation in Syrien eine klare Reaktion des Weltsicherheitsrats. Der FDP-Politiker verurteilte am Sonntag in Berlin das massive Vorgehen syrischer Truppen gegen Regimegegner im Norden des Landes. "Durch die Gewalt und den Einsatz schwerer Waffen droht eine humanitäre Krise", sagte er.

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Westerwelle fordert Ende des Armee-Einsatzes im Norden Syriens

Berlin (dapd). Bundesaußenminister Guido Westerwelle fordert angesichts der Eskalation in Syrien eine klare Reaktion des Weltsicherheitsrats. Der FDP-Politiker verurteilte am Sonntag in Berlin das massive Vorgehen syrischer Truppen gegen Regimegegner im Norden des Landes. "Durch die Gewalt und den Einsatz schwerer Waffen droht eine humanitäre Krise", sagte er.

Westerwelle forderte die Regierung in Damaskus auf, "die Gewalt umgehend zu stoppen und den Zugang für humanitäre Hilfe und Helfer in die Krisengebiete zu ermöglichen". Die gefährliche Situation mache eine klare Reaktion des UN-Sicherheitsrates umso dringlicher.

"Unsere politischen und diplomatischen Anstrengungen bleiben darauf gerichtet, dass die von uns mit eingebrachte Resolution so schnell wie möglich verabschiedet wird." Der Entwurf, in dem die gewaltsame Niederschlagung der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar Assad verurteilt wird, stößt in Russland aber auf Widerstand.

Syrische Regierungstruppen hatten am Sonntag einen Angriff auf die Stadt Dschisr al Schugur an der türkischen Grenze gestartet. In der vergangenen Woche waren dort rund 120 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Regierungstruppen und Panzer sind seit Tagen in der Region präsent.

Die meisten der 40.000 Bewohner der Stadt haben sich inzwischen in Sicherheit gebracht. Menschenrechtsorganisationen zufolge sind inzwischen mehr als 1.300 Menschen bei der Niederschlagung der Proteste getötet worden.

dapd