Lobbyarbeit trägt Früchte

Lobbyarbeit trägt Früchte

Zum Interview „Benzinpreise sind seit Wochen überhöht“, DHZ 7 vom 3. April.


Auf Seite 4 Ihrer Zeitung (Interview) sagen Sie genau aus, was den Bürgern jedes Jahr unheimlich stinkt: „Benzinpreise sind seit Wochen überhöht.“ Die Empörung in der Bevölkerung ist groß, überall wird mächtig über diese Raubrittermentalität geschimpft. Alle Ferien werden genutzt, um die deutschen Autofahrer abzuzocken. Hatte man von Seiten der Mineralölindustrie in der Vergangenheit noch versucht, eine Begründung für die Erhöhungen in den Ferien zu rechtfertigen, so hat man dieses Mal das Feigenblatt komplett abgelegt.

Und was machen unsere Damen und Herren Politiker aller Parteien? Nichts. Es werden zwar empörte Reden geschwungen, aber ändern tut sich nichts. Man will von Seiten der Politik auch gar nichts ändern, da man fleißig mitkassiert durch die hohe Mineralölsteuer. Das Geld, das man nach dem unmoralischen Handeln unserer Banker dringend braucht, verschwindet im schwarzen Loch des Bundeshaushalts. Vom „deutschen Michel“ kann man sich das Geld leichter holen als von den Dax-orientierten Unternehmensmanagern.

Dies nenne ich Verlogenheit. Was ist aus den Wahlversprechen der Steuersenkung vor den Bundestagswahlen geworden? Schon lange fordert die Bevölkerung die Senkung der Mineralölsteuer. Es regieren nicht mehr unsere Politiker. Die Lobbyarbeit der Mineralölindustrie trägt seit vielen Jahren Früchte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Peter Erl, Bauunternehmer,
Osterhofen-Altenmarkt