Weidmann mahnt zur Sanierung der öffentlichen Haushalte Bundesbankpräsident stellt sich gegen Steuersenkungen

Bundesbankpräsident Jens Weidmann lehnt eine Steuersenkung in Deutschland ab, obwohl das staatliche Defizit 2011 weitaus geringer ausfallen wird als erwartet: "Angesichts eines Schuldenstandes von rund zwei Billionen Euro, einer weiterhin hohen Neuverschuldung und absehbaren Belastungen aufgrund einer alternden Bevölkerung sollte ein zügiger Defizitabbau Vorrang haben", sagte Weidmann.

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Bundesbankpräsident stellt sich gegen Steuersenkungen

Berlin (dapd). Bundesbankpräsident Jens Weidmann lehnt eine Steuersenkung in Deutschland ab, obwohl das staatliche Defizit 2011 weitaus geringer ausfallen wird als erwartet: "Angesichts eines Schuldenstandes von rund zwei Billionen Euro, einer weiterhin hohen Neuverschuldung und absehbaren Belastungen aufgrund einer alternden Bevölkerung sollte ein zügiger Defizitabbau Vorrang haben", sagte Weidmann der "Welt am Sonntag".

Die Bundesbank rechnet zwar damit, dass das Defizit im laufenden Jahr unter zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fallen könnte. Dennoch empfiehlt Weidmann dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), nicht vom Konsolidierungskurs abzuweichen: "Der Fehler, dass in guten Zeiten nicht genug Haushaltsdisziplin gewahrt wurde, darf nicht wiederholt werden."

dapd