Zahllose Touristen auch aus Deutschland bestaunen das 36 Meter hohe Denkmal Hügel der westpolnischen Christus-Statue soll bald zugänglich sein

Beeindruckt schauen die Touristen nach oben auf die weiß gewandete Christus-Figur mit den weit ausgebreiteten Armen und der goldenen Krone auf dem Kopf. Die Statue am Rande der westpolnischen Kleinstadt Swiebodzin (Schwiebus) rund 70 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) erhebt sich - samt einem aufgeschütteten Hügel - rund 52 Meter hoch in den Himmel.

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Hügel der westpolnischen Christus-Statue soll bald zugänglich sein

Swiebodzin (dapd). Beeindruckt schauen die Touristen nach oben auf die weiß gewandete Christus-Figur mit den weit ausgebreiteten Armen und der goldenen Krone auf dem Kopf. Die Statue am Rande der westpolnischen Kleinstadt Swiebodzin (Schwiebus) rund 70 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) erhebt sich - samt einem aufgeschütteten Hügel - rund 52 Meter hoch in den Himmel. Reisende aus ganz Polen, dem nahen Deutschland und selbst aus den Niederlanden holen Kameras aus der Tasche und fotografieren ihre Angehörigen vor der riesigen Figur.

"Das kann eine richtige Attraktion werden", sagt Gerhard Möckel aus dem brandenburgischen Guben, der hier zusammen mit Freunden einen Stopp bei einer Tour durch Polens Grenzregion eingelegt hat. Die Höhe des Denkmals sei beeindruckend. Bislang können die Besucher allerdings nur vom Parkplatz aus auf die im November 2010 eingeweihte Christus-Figur schauen, der Weg auf den 16 Meter hohen Hügel hinauf zum Sockel der Statue, von wo sich ein weiter Blick bietet, ist noch immer durch einen Gitterzaun versperrt.

Bauzaun soll bald verschwinden

Schon in den nächsten Tagen solle der Kran neben dem Denkmal abgebaut werden und dann der Bauzaun verschwinden, erzählt die Polin Teresa Kinder, die in einem Kiosk neben dem Parkplatz Andenken verkauft. In den Regalen stehen etwa 25 Zentimeter hohe Modelle der Statue sowie Tassen mit Jesus-Bildern. Auch T-Shirts mit der Aufschrift "Pomnik Chrystusa Krola Swiebodzin" - zu deutsch: Denkmal des Christus-Königs in Swiebodzin - sind zu haben.

Vor allem an Wochenende kämen unzählige Touristen, der Parkplatz sei dann voll mit Bussen, Autos, auch Motorrädern, sagt Kinder. Es seien Besucher selbst schon von den Philippinen da gewesen. Das im Kiosk ausliegende Gäste- und Pilgerbuch ist bereits gut gefüllt. Als erster hat sich am 21. November 2010 der örtliche Pfarrer Sylwester Zawadzki eingetragen, der sich seit 2000 für den Bau engagiert. Nach vielen Verzögerungen und einem Baustopp wurde die allein aus Spenden und Sponsorengeldern finanzierte Statue doch noch fertig.

Hotels und Gaststätten hoffen auf zusätzliche Einnahmen

Das eigentliche Denkmal misst den Initiatoren zufolge vom Sockel bis zur Krone 36 Meter und überragt damit das Vorbild im brasilianischen Rio de Janeiro. Ziel von Zawadzki war, hier eine neue Pilgerstätte im katholischen Polen zu schaffen. Schon fertiggestellt sind kleine Steinaltare mit Reliefs, die am Rundweg zur Plattform stehen. Dort können Pilger dann beten. "Es ist einfach großartig, was Menschen zur Verehrung Gottes bauen", schrieb eine Frau aus Frankfurt (Oder) in das Gästebuch hinein.

Der Kiosk und das kleine Cafe nebenan sollen später in einem festen Gebäude unterkommen, berichtet Teresa Kinder. Auch eine Wasserkaskade ist geplant, die holprige Zufahrtsstraße zu der mitten auf einem Feld stehenden Statue soll irgendwann asphaltiert werden. Doch all das hänge wiederum von Spenden ab.

Hotel- und Gaststättenbesitzer hoffen vor der beginnenden Hochsaison auf zusätzliche Einnahmen durch Touristen und Pilger. Allerdings scheint es, dass viele Besucher auf dem Weg über die nahe Europastraße 30 Berlin-Warschau nur einen kurzen Abstecher zum Denkmal machen und dann weiterfahren. Indes gibt es in der 22.000-Einwohner-Stadt nicht nur Zustimmung zu der Attraktion. Mit dem dort hineingeflossenen Geld hätte man besser Schulen oder Kindergärten sanieren können, sagt etwa ein Arbeiter einer Fensterfirma.

dapd