Die bayerische Staatsregierung will in ihrem Einsatz für einen bundesweiten Gedenktag für die Opfer von Vertreibung nicht locker lassen. Etwa 19 Millionen Deutsche hätten in der Folge des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat und ihr Eigentum verloren, sagte Sozialministerin Christine Haderthauer zum Auftakt des 62. Sudetendeutschen Tages am Samstag in Augsburg.
Bayern pocht auf Einführung von Vertriebenen-Gedenktag
Augsburg (dapd). Die bayerische Staatsregierung will in ihrem Einsatz für einen bundesweiten Gedenktag für die Opfer von Vertreibung nicht locker lassen. Etwa 19 Millionen Deutsche hätten in der Folge des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat und ihr Eigentum verloren, sagte Sozialministerin Christine Haderthauer zum Auftakt des 62. Sudetendeutschen Tages am Samstag in Augsburg.
Das sei einer der gewaltigsten Einschnitte in der deutschen Geschichte gewesen. "Daran mit einem nationalen Gedenktag zu erinnern, ist nicht nur angemessen, sondern auch notwendig", betonte die CSU-Politikerin.
Haderthauer appellierte an die Politik in Tschechien, die zum Dialog ausgestreckte der Hand der Sudetendeutschen endlich zu ergreifen. Sie versicherte zugleich, Bayern werde die in Tschechien immer noch gültigen Benes-Dekrete zur Vertreibung und Enteignung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg "auf der Tagesordnung halten".
Das Unrecht der Vertreibung verjähre nicht und die Benes-Dekrete manifestierten Unrecht. "Diese Dinge passen nicht in eine europäische Werteordnung. Wer europäischen Anspruch hat, der muss dieses immer wieder angreifen", betonte die Ministerin.
dapd
