Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat es ausgeschlossen, für seine Partei als Kanzlerkandidat anzutreten. "Sollte sich die K-Frage irgendwann stellen: Ich sehe mich nicht in dieser Rolle", sagte Özdemir dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe). Derzeit stelle sich die Frage nach einem grünen Kanzlerkandidaten ohnehin nicht. "Wir sollten auf dem Boden bleiben", mahnte er.
Özdemir will nicht Kanzlerkandidat der Grünen werden
Hamburg (dapd). Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat es ausgeschlossen, für seine Partei als Kanzlerkandidat anzutreten. "Sollte sich die K-Frage irgendwann stellen: Ich sehe mich nicht in dieser Rolle", sagte Özdemir dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe). Derzeit stelle sich die Frage nach einem grünen Kanzlerkandidaten ohnehin nicht. "Wir sollten auf dem Boden bleiben", mahnte er. "Regieren nach Schwarz-Gelb wird kein Zuckerschlecken. Wir müssen die Zeit bis zur Wahl jetzt nutzen, uns inhaltlich gut vorzubereiten."
Eine Koalition mit der CDU nach der nächsten Bundestagswahl hält Özdemir grundsätzlich für möglich. "Wir verfolgen einen Kurs der Eigenständigkeit und schauen, mit wem wir grüne Inhalte am besten umsetzen können", sagte er. "Die Schnittmenge mit der SPD ist da größer. Aber wir haben immer gesagt, dass wir je nach Situation vor Ort auch mit der CDU reden." Es gebe noch viel Trennendes, doch habe sich die Union jetzt von der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verabschiedet.
dapd
