Der älteste Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, Max Strauß, hat seinen Rechtsstreit mit dem Freistaat Bayern beigelegt. Statt eines Schadenersatzes von rund 900.000 Euro gibt sich Max Strauß mit 50.000 Euro zufrieden.
Max Strauß erhält von Bayern 50.000 Euro
München (dapd). Der älteste Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, Max Strauß, hat seinen Rechtsstreit mit dem Freistaat Bayern beigelegt. Statt eines Schadenersatzes von rund 900.000 Euro gibt sich Max Strauß mit 50.000 Euro zufrieden. Darauf hätten sich beide Parteien nach längeren Verhandlungen im gerichtsinternen Mediationsverfahren geeinigt, wie das Landgericht München I am Freitag mitteilte.
Der Sohn des früheren Ministerpräsidenten hatte ursprünglich wegen des Schadens, den er im Zusammenhang mit dem gegen ihn geführten Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung genommen hat, mindestens 100.000 Euro Schmerzensgeld und rund 800.000 Euro Schadenersatz gefordert. Strauß hatte dem Freistaat diverse Amtspflichtverletzungen vorgeworfen.
Strauß war 2004 vom Landgericht Augsburg wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob diese Entscheidung jedoch wieder auf und verwies den Prozess zurück nach Augsburg. Dort war Strauß, selbst Jurist, schließlich 2007 von dem Vorwurf freigesprochen worden.
Das jetzige Einverständnis des 52-Jährigen zur Einigung sei auch aus gesundheitlichen Erwägungen erfolgt, hieß es vom Gericht. Strauß hatte in den zurückliegenden Jahren unter Depressionen gelitten und dies auch wiederholt auf die gegen ihn geführten Ermittlungen zurückgeführt.
dapd
