Die Beschäftigten der Adam Opel AG erwarten vom Konzern eine eindeutige Stellungnahme zu den neuesten Verkaufsgerüchten. Teilnehmer einer Betriebsversammlung am Stammsitz des Autoherstellers in Rüsselsheim kritisierten am Freitag die Informationspolitik des Managements. "Die bauen mal wieder ganz unnötig Druck auf", sagte Boris Brossert, Facharbeiter in der Produktion, auf dem Weg zum Treffen.
"Wir fühlen uns hier seit Jahren schon verarscht"
Rüsselsheim (dapd-lth). Die Beschäftigten der Adam Opel AG erwarten vom Konzern eine eindeutige Stellungnahme zu den neuesten Verkaufsgerüchten. Teilnehmer einer Betriebsversammlung am Stammsitz des Autoherstellers in Rüsselsheim kritisierten am Freitag die Informationspolitik des Managements. "Die bauen mal wieder ganz unnötig Druck auf", sagte Boris Brossert, Facharbeiter in der Produktion, auf dem Weg zum Treffen. "Wir fühlen uns hier seit Jahren schon verarscht." Die Betriebsversammlung, zu der alle Beschäftigten der deutschen Opel-Standorte eingeladen sind, ist eine turnusmäßige Veranstaltung.
Am Donnerstag bekannt gewordene Gerüchte, die General-Motors-Zentrale in Detroit suche einen Käufer für ihre defizitäre Tochter in Rüsselsheim, seien bei der Arbeitnehmerversammlung jetzt aber "Thema Nummer eins", sagte ein Opel-Sprecher. An dem Treffen nimmt auch Konzernbetriebsratschef Klaus Franz teil, angereist sind außerdem Opel-Beschäftigte aus Bochum, Kaiserslautern und Eisenach. "Statt Verarschung wollen wir Klarheit", bekräftigte die Rüsselsheimer Betriebsrätin Sabine Schmitt vor Versammlungsbeginn.
Der Betriebsrat habe in einem Rundschreiben am Freitagmorgen erklärt, den Verkaufsgerüchten sei kein Glauben zu schenken, berichteten Arbeitnehmervertreter. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hatte die Spekulationen am Donnerstag als "substanzlos" bezeichnet.
dapd
