Opferverein: Unter Kaufmanns Führung hat sich an der Struktur der Schule nichts verändert Leiterin der Odenwaldschule für Aufklärung ungeeignet

An der wegen hundertfacher Missbrauchsfälle in die Schlagzeilen geratenen Odenwaldschule gibt es neuen Streit. Der Opferverein "Glasbrechen" hält die Schulleiterin Margarita Kaufmann als Beauftragte für die Aufarbeitung des Skandals für ungeeignet. Der Vereinsvorsitzende Adrian Koerfer sagte am Donnerstag, unter Kaufmanns Führung habe sich an der Struktur der Schule nichts verändert.

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Leiterin der Odenwaldschule für Aufklärung ungeeignet

Heppenheim (dapd). An der wegen hundertfacher Missbrauchsfälle in die Schlagzeilen geratenen Odenwaldschule gibt es neuen Streit. Der Opferverein "Glasbrechen" hält die Schulleiterin Margarita Kaufmann als Beauftragte für die Aufarbeitung des Skandals für ungeeignet. Der Vereinsvorsitzende Adrian Koerfer sagte am Donnerstag, unter Kaufmanns Führung habe sich an der Struktur der Schule nichts verändert.

Indem Kaufmann ein anderer Posten gegeben werde, versuche sich die Schule reinzuwaschen, sagte Koerfer: "Der Odenwaldschule fehlt es an Empathie und Geld für die Opfer." Der Opferverein warte noch immer auf große Teile der zugesagten Entschädigungszahlungen.

Eine Sprecherin der Schule im südhessischen Heppenheim bestätigte am Donnerstag, dass Kaufmann sich aus der Leitung der Schule zurückziehen und sich nur noch um die Aufklärung des Skandals kümmern wolle. Ohnehin ist sie seit längerem krankgeschrieben.

Die Schule teilte weiter mit, dass etwa jedem zehnten Mitarbeiter gekündigt werden soll. Diese wollten das neue Schulkonzept "Transparenz und Prävention" nicht mittragen.

dapd