Die Leitzinsen im Euroraum dürften aller Voraussicht nach Anfang Juli steigen. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, deutete am Donnerstag in Frankfurt am Main einen derartigen Schritt an.
Trichet deutet Zinserhöhung für Anfang Juli an
Frankfurt/Main (dapd). Die Leitzinsen im Euroraum dürften aller Voraussicht nach Anfang Juli steigen. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, deutete am Donnerstag in Frankfurt am Main einen derartigen Schritt an.
Der EZB-Rat hatte in seiner Juni-Sitzung den wichtigsten Leitzins unverändert bei 1,25 Prozent belassen. Trichet gebrauchte in seiner monatlichen Erläuterung der Entscheidung aber die Formulierung "hohe Wachsamkeit" hinsichtlich der Preisentwicklung. Das gilt bei den Beobachtern als Signal für eine Anhebung des Leitzinses im folgenden Monat, üblicherweise um einen Viertelprozentpunkt.
Trichet erklärte, die anhaltende Teuerung beruhe weiterhin vor allem auf steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Er versicherte, die EZB werde alles tun, um einen breit angelegten Inflationsdruck zu verhindern.
Die EZB will mit der Zinssteigerung die zunehmende Inflation eindämmen. Nach Definition der Zentralbank gilt Preisstabilität erreicht, wenn die Teuerung "unter, aber nahe bei 2 Prozent" bleibt. Die Inflationsrate im Euroraum hat aber im Mai 2,7 Prozent erreicht.
dapd
