Bundesfreiwillige fehlen Große Lücken

Der neue Bundesfreiwilligendienst stößt offenbar auf deutlich weniger Interesse als erwartet. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätische Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, sagte dem Radiosender MDR info, bis jetzt gebe es schätzungsweise 500 fest entschlossene Interessenten. Ziel seien aber zehnmal so viel gewesen. Die Lücke werde man in diesem Jahr keinesfalls schließen können.

Foto: dapd

Große Lücken

Berlin (dapd). Der neue Bundesfreiwilligendienst stößt offenbar auf deutlich weniger Interesse als erwartet. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätische Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, sagte dem Radiosender MDR info, bis jetzt gebe es schätzungsweise 500 fest entschlossene Interessenten. Ziel seien aber zehnmal so viel gewesen. Die Lücke werde man in diesem Jahr keinesfalls schließen können.

Als einen Grund nannte Schneider die schnelle Abschaffung der Wehrpflicht. "Wir konnten nicht genügend Werbung an den Schulen machen", sagte er. Einen regelrechten Pflegenotstand werde es aber nicht geben.

Das Bundesfamilienministerium hatte zuvor einem Pressebericht über zu geringes Interesse am Bundesfreiwilligendienst widersprochen. Die Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Antje Mäder, sagte dem Sender, natürlich werde es am 1. Juli noch eine Lücke geben. Wie viele Freiwillige die verschiedenen Träger bereits gewonnen hätten, könne sie aber nicht sagen.

Der Bundesfreiwilligendienst ersetzt nach der Abschaffung der Wehrpflicht am 1. Juli den Zivildienst. Er tritt neben das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr und steht auch für Frauen und ältere Menschen offen.

dapd