Ein "Symbol der Anerkennung" Grünen-Chef Cem Özdemir fordert Migrationsmuseum

Grünen-Chef Cem Özdemir wünscht sich ein Migrationsmuseum. Ein solches Museum wäre 50 Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens ein "Symbol der Anerkennung", sagte Özdemir am Mittwoch in Berlin. Die Gesellschaft müsse erkennen, dass die Anwerbung türkischer Arbeitskräfte zur deutschen Nachkriegsgeschichte gehöre, fügte er hinzu.

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Grünen-Chef Cem Özdemir fordert Migrationsmuseum

Berlin (dapd). Grünen-Chef Cem Özdemir wünscht sich ein Migrationsmuseum. Ein solches Museum wäre 50 Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens ein "Symbol der Anerkennung", sagte Özdemir am Mittwoch in Berlin. Die Gesellschaft müsse erkennen, dass die Anwerbung türkischer Arbeitskräfte zur deutschen Nachkriegsgeschichte gehöre, fügte er hinzu.

Özdemir mahnte mehr Sachlichkeit in der Integrationsdebatte an. "Wenn man erst ideologischen Müll beseitigen muss, kommt man nicht zu den Sachthemen", sagte er. Zudem kritisierte er, dass Modernisierungserfolge der Türkei in der Debatte oftmals untergingen. "Wir müssen unser Türkeibild aktualisieren", forderte er.

Der Oberbürgermeister von Stuttgart, Wolfgang Schuster, plädierte für eine "Willkommenskultur" gegenüber Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln. "Wir machen einen großen Fehler, wenn wir diese Talente nicht in Deutschland behalten", sagte er. Der CDU-Politiker sprach sich zudem für einen EU-Beitritt der Türkei aus. Als möglichen Zeitpunkt nannte er das Jahr 2023.

Özdemir und Schuster sind Herausgeber des Buches "Mitten in Deutschland. Deutsch-Türkische Erfolgsgeschichten", in dem 50 Menschen mit türkischen Wurzeln ihre persönliche Migrationsgeschichte erzählen.

dapd