Selbst Erdbeeren seit EHEC-Ausbruch beim Verbraucher unbeliebter

Die Sorge und Vorsicht der Verbraucher in Folge der EHEC-Epidemie spürt selbst die Erdbeere. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) vom Mittwoch verursacht die grassierende Darminfektion eine erhebliche Kaufzurückhaltung bei vielen Gemüsearten und auch bei heimischen Obstsorten wie der Erdbeere.

Foto: dapd

Selbst Erdbeeren seit EHEC-Ausbruch beim Verbraucher unbeliebter

Bonn (dapd). Die Sorge und Vorsicht der Verbraucher in Folge der EHEC-Epidemie spürt selbst die Erdbeere. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) vom Mittwoch verursacht die grassierende Darminfektion eine erhebliche Kaufzurückhaltung bei vielen Gemüsearten und auch bei heimischen Obstsorten wie der Erdbeere.

Der Gurkenmarkt sei als Folge der Verzehrwarnung völlig zusammengebrochen, hieß es. Bei Salaten habe es bis Ende Mai 60 Prozent weniger Käufer gegeben. Bei Rispentomaten griffen die Verbraucher zwischen Mitte und Ende Mai fast 50 Prozent seltener zu als sonst.

Aber auch Gemüsesorten, die nicht ausdrücklich in den Warnungen genannt wurden, werden in deutlich geringerer Menge verkauft. Bei Radieschen ging die Zahl der Käufer laut AMI um ein Drittel zurück. Selbst bei Möhren und Brokkoli habe sie in den vergangenen zwei Wochen am unteren Rand der normal üblichen Werte gelegen. Bemerkenswert sei auch die Entwicklung bei Erdbeeren, die ausgehend von einem Spitzenwert Mitte Mai bis zum Ende des Monats ein Drittel der Käufer verloren hätten.

Da die durchschnittliche Kaufmenge pro Verbraucher nur wenig schwankt, kann nach Einschätzung des AMI von der stark rückläufigen Zahl kaufender Haushalte gut auf die tatsächlich gekaufte Menge geschlossen werden.

dapd