Das Handwerk verzeichnet bei der Zahl der Ausbildungsverträge ein Plus von knapp 14 Prozent. Bemerkenswert: In den neuen Bundesländern war der Zuwachs höher als in den alten. Und: Die Handwerksbetriebe kümmern sich nun früher um Azubis.
Sattes Plus an Ausbildungsverträgen im Handwerk
Bis zum 31. Mai sind laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) 41.811 neu abgeschlossene Verträge in die Handwerksrolle eingetragen worden. Das sind gut 5.000 oder 13,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Handwerkspräsident Otto Kentzler hob hervor, dass der Zuwachs von 16,6 Prozent in den neuen Bundesländern höher sei als im Westen. Dort sei ein Anstieg von 13,5 Prozent zu verzeichnen. Die Betriebe schlössen angesichts weiter sinkender Schulabgängerzahlen die Ausbildungsverträge früher als bisher ab. Dies gelte gerade für die neuen Länder. Dort übersteige das Angebot an freien Lehrstellen deutlich die Zahl der Bewerber.
Nach Angaben Kentzlers sind in den Internet-Lehrstellenbörsen des Handwerks rund 20.000 freie Ausbildungsplätze registriert. Darunter seien immer noch alle von den Jugendlichen favorisierten Berufe. Wer eine Lehrstelle sucht und keinen Ausbildungsbetrieb kennt, sei bei den Ausbildungsberatern der Handwerkskammern an der richtigen Stelle. "Es gibt keine Hemmschwelle mehr für Jugendliche mit Migrationshintergrund, da die Kammern über mehrsprachige Ausbildungsberater verfügen", sagte Kentzler.
dapd
